Wieder hier

Nach einer kleinen “Sommer”pause bin ich nun wieder online und werde euch erneut regelmäßig mit feministischen Inhalten versorgen. In meiner Abwesenheit ist allerdings (wie ihr wisst) so unglaublich viel passiert, dass ich die Nachrichtenlage noch immer nicht aufgearbeitet habe. Hier erst einmal ein paar interessante Hinweise:

Am kommenden Samstag ziehen die Aktivistinnen der Plattform 20000frauen wieder mit ihrem Schlauchboot los, um bei der Aktion “Das Boot ist leer” auf die Situation von Asylwerber_innen in Österreich (und Europa) aufmerksam zu machen. Diesmal am Wiener Yppenmarkt – um 10 Uhr geht es los. Ich war auch schon dabei und kann euch nur empfehlen, euch bei Gelegenheit selbst auf die Straße zu begeben: Dort lernt mensch wirklich viel über die österreichische Gesellschaft. Und ab und zu doch jemanden zum Nachdenken anregen zu können – das tut gut.

Das Profil erklärt uns wieder einmal, warum Frauen schlecht einparken, Männer schlecht zuhören und nur Feminist_innen ideologisch sind. Nachzulesen unter dem Titel Hirnwindungen.

Am 13. August werden in mehreren deutschen Städten “Slutwalks” stattfinden. Auf der Mädchenmannschaft findet ihr alle Infos dazu in einem eigenen Dossier.

Ebenfalls auf der Mädchenmannschaft findet ihr Neuigkeiten aus Ägypten: Frauenorganisationen wehren sich dort gegen diskriminierende und entwürdigende Praktiken.

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will das Familienrecht reformieren und eine “Ehe light” in Form eines neuen Partnerschaftsvertrags einführen. Gut so, meint Ina Freudenschuss.

Wochenschau

Die Österreich startete vergangene Woche die erste Verhandlungsrunde zur Gemeinsamen Obsorge, die Justizministerin Bandion-Ortner verwirklichen möchte. Das erste Treffen blieb ergebnislos – Frauenministerin Heinisch-Hosek hatte im Vorfeld die automatische Gemeinsame Obsorge nach Scheidungen bereits abgelehnt. In einem Kommentar in der “Presse” erklärt Sibylle Hamann, warum sie die Argumente der Justizministerin “fassungslos” machen.

Am 25. März fand in Deutschland der “Equal Pay Day” statt. Nadine hat auf der Mädchenmannschaft Informationen und hilfreiche Literatur-Tipps zur Lohnschere und strukturelle Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt zusammengestellt: Link

Kaili Joy Gray kritisiert auf “Daily Kos” den Sexismus, der Sarah Palin trifft. “She is, as I have said before, hyper-partisan, painfully ignorant, pathologically dishonest, chronically unethical, intellectually unconscious, and jaw-droppingly stupid. And those are her better qualities. But that does not mean that sexist attacks on her are immune from criticism.”

Keine neue Erkenntnis: Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechterrollen beeinflussen Biolog_innen bei ihrer Arbeit. Die Biologinnen Kristina Karlsson Green und Josefin Madjidian von der Universität Lund haben das in einer Studie anhand der Beobachtungen von Fortpflanzung bei Tieren beschrieben. Link

Alexandra Föderl-Schmid hat bei der “International Conference of Women Media Leaders” Journalistinnen aus arabischen Staaten getroffen, “für die der Kampf um Frauenrechte ein ganz persönlicher ist”. Link

Die neue Ausgabe der “Anschläge” ist da. Schwerpunkthema ist diesmal die Präimplantationsdiagnostik, Cilja Harders und Heba Amr schreiben zum “Frauentag auf dem Tahrir-Platz” (online frei zugänglich).