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	<title>Denkwerkstatt &#187; Körper</title>
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	<description>Geschlechterforschung (gender studies), Feminismus, Diskriminierung. Unter anderem interessiert mich Männlichkeit – nein, nicht im essentialistischen Sinne. Sondern als soziale und analytische Kategorie, als undefinierbares Konzept, als Mythos und als Anrufung.</description>
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		<title>Verlinkt</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Dec 2012 20:20:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigittethe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abtreibung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier einige Links zu Debatten der vergangenen Wochen: Im Sigmund-Freud-Park wurde Ende November das Refugee Protest Camp Vienna errichtet. &#8220;Flüchtlinge sind am 24. November von Traiskirchen nach Wien marschiert, um auf ihre politische Anliegen aufmerksam zu machen. Seitdem haben sie ein Protestlager im Sigmund-Freud-Park errichtet. Mit ihrer Initiative machen sie darauf aufmerksam, dass im Asylverfahren sowie im System [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hier einige Links zu Debatten der vergangenen Wochen:</p>
<p>Im Sigmund-Freud-Park wurde Ende November das <strong><a href="http://refugeecampvienna.noblogs.org">Refugee Protest Camp Vienna</a></strong> errichtet. &#8220;Flüchtlinge sind am 24. November von Traiskirchen nach Wien marschiert, um auf ihre politische Anliegen aufmerksam zu machen. Seitdem haben sie ein Protestlager im Sigmund-Freud-Park errichtet. Mit ihrer Initiative machen sie darauf aufmerksam, dass im Asylverfahren sowie im System der Grundversorgung große Mängel herrschen. Obwohl sie einen prekären legalen Status haben und von Abschiebung bedroht sind, kämpfen sie für ihre grundlegenden Menschenrechte.&#8221; Am 18.12., dem Internationalen Tag der MigrantInnen, laden die Protestierenden zum &#8220;<a href="http://refugeecampvienna.noblogs.org/post/2012/12/17/tag-der-offenen-zeltture/">Tag der offenen (Zelt)Türe</a>&#8220;. Eine Liste mit Dingen, die vor Ort gebraucht werden, findet ihr <a href="http://refugeecampvienna.wikispaces.com">hier</a>.</p>
<p><strong>Alice Schwarzer</strong> hat am 3. Dezember ihren <a href="http://diestandard.at/1353208010643/Alice-Schwarzer-wird-70">70. Geburtstag</a> gefeiert. Für Aufregung hat vorab unter anderem das Buch &#8220;Alice im Niemandsland: Wie die deutsche Frauenbewegung die Frauen verlor&#8221; von Miriam Gebhardt gesorgt. Die Antwort auf diese und andere Kritik  liest sich auf Emma.de folgendermaßen: &#8220;Alice Schwarzer: <a href="http://www.emma.de/ressorts/artikel/frauenbewegungen/viel-feind-viel-ehr/">Für immer Punk</a>.&#8221; Einige Bloggerinnen der Mädchenmannschaft haben sich den Debatten rund um Schwarzer angenommen: &#8220;Hallo, ich bin Feministin und mich gibt es nicht&#8221;, schreibt <a href="http://maedchenmannschaft.net/hallo-ich-bin-feministin-und-mich-gibt-es-nicht/">Charlott</a> und analysiert das Bild, das von Feminismen in deutschen Medien gezeichnet wird. &#8220;Ich finde, dass Anti­rassismus, Anti­faschismus, Anti­heterosexismus, Anti­ableismus, … nicht optional für femi­nistische Be­wegungen sind, sondern un­verzicht­bare Bestand­teile&#8221;, schreibt <a href="http://maedchenmannschaft.net/entweder-oder/">Accalmie</a> und meint abschließend: &#8220;Daher laufe ich lieber alleine.&#8221; Eine ausführliche Analyse gibt es auch auf Medienelite.de: &#8220;<a href="http://medienelite.de/2012/12/03/alice-schwarzer-und-der-personenkult/">Alice Schwarzer und der Personenkult</a>&#8220;.</p>
<p>Der 25. November wurde der &#8220;Internationaler Tag zur Beseitigung von <strong>Gewalt gegen Frauen</strong>&#8221; begangen. In Österreich wurden in den vergangen Wochen mehrere Frauen von ihren<br />
(Ex-)Partnern ermordet oder verletzt, zahlreiche Journalist_innen bezeichneten diese Taten wie so oft als &#8220;Familiendrama&#8221; bzw. &#8220;Familientragödie&#8221;. Sandra Ernst Kaiser kritisiert diese Berichterstattung auf diestandard.at: &#8220;<a href="http://diestandard.at/1353208522583/Die-tickernde-Geschmacklosigkeit">Die tickernde Geschmacklosigkeit</a>&#8220;. Einen <a href="http://blog.sektionacht.at/2012/11/mannliche-gewaltorgie/">Blogbeitrag</a> dazu gibt es auch von Niki Kowall von der Sektion Acht. Hinweis: Die kostenlose <a href="http://www.aoef.at/cms/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=2399:pa-26112012-frauenhelpline-0800222-555-bietet-hilfe-bei-gewalt&amp;catid=48:aktuell&amp;Itemid=105">Frauenhelpline</a> 0800/222 555 bietet auch während der Weihnachtsfeiertage rund um die Uhr anonyme Hilfe bei Gewalt.</p>
<p><strong>Weitere interessante</strong> <strong>Blogbeiträge</strong>:</p>
<p>Ulli hat auf <a href="http://ullikoch.wordpress.com/2012/10/10/schwangerschaftsabbruc/">ihrem Blog</a> den Film &#8220;Der lange Arm der Kaiserin&#8221; über die Geschichte des Schwangerschaftsabbruchs in Österreich rezensiert.</p>
<p><a href="http://querschrift.me/2012/12/04/eure-kinder-werden-so-wie-wir/">Paul</a> hat sich auf Puls 4 die Diskussion über die Aufklärungsbroschüre &#8220;Ganz schön intim&#8221;, die unter anderem von ÖVP und FPÖ skandalisiert wurde, angesehen.</p>
<p>Bei Fernseherkaputt findet ihr interessante <a href="http://fernseherkaputt.blogspot.co.at/p/tv-empfehlungen.html">TV-Empfehlungen</a>.</p>
<p>Helga bietet einen Überblick über wissenschaftlichen Studien zu <a href="http://hanhaiwen.wordpress.com/2012/12/05/eine-kurze-geschichte-an-studien-doppelstandards-wissenschaftlich-belegt/">Doppelstandards</a> in der Arbeitswelt.</p>
<p>Porrporr hat nicht nur einen Twitter-Account, sondern auch ein <a href="http://noborders.noblogs.org">Blog</a> &#8211; vorbeischauen lohnt sich.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Enquete &#8211; Körperpolitik</title>
		<link>http://www.denkwerkstattblog.net/2012/11/enquete-korperpolitik/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 21:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigittethe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Den heutigen Montag habe ich auf der zweiten Enquete der 20000frauen verbracht: Frauen.Körper.Politik lautete diesmal der Titel. Im Vergleich zur Auftaktveranstaltung (Arbeit.Neu.Denken &#8211; Arbeitsutopien) war der Fokus nicht ganz klar: Es wurde etwa über neoliberale Selbstregulierung, das Cyborg Manifesto und gesetzliche Bedingungen für Labien-Verkleinerung gesprochen &#8211; was wohl an den unterschiedlichen theoretischen Zugängen der Vortragenden [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Den heutigen Montag habe ich auf der zweiten Enquete der <a href="http://zwanzigtausendfrauen.at/">20000frauen</a> verbracht: Frauen.Körper.Politik lautete diesmal der Titel. Im Vergleich zur Auftaktveranstaltung (Arbeit.Neu.Denken &#8211; Arbeitsutopien) war der Fokus nicht ganz klar: Es wurde etwa über neoliberale Selbstregulierung, das Cyborg Manifesto und gesetzliche Bedingungen für Labien-Verkleinerung gesprochen &#8211; was wohl an den unterschiedlichen theoretischen Zugängen der Vortragenden und am heterogenen Publikum lag. Eigentlich mag ich das mit den verschiedenen Zugängen ja ganz gerne. Wenn ein Themenkomplex etwa von Medienwissenschafter_innen ebenso wie von Ökonom_innen betrachtet wird, schärft das zumeist doch den eigenen Blick für Zusammenhänge (so lange es in der Auseinandersetzung gelingt, eine &#8220;gemeinsame&#8221; Sprache zu finden).</p>
<p>Diese produktiven Auseinandersetzungen auf außeruniversitären feministischen Veranstaltungen schätze ich besonders. Denn meiner Erfahrung nach gestalten sich die Diskussionen dort sehr spannend - was ich auf wissenschaftlichen Symposien an Unis nicht immer so empfinde. Erstens geht es da auch immer darum, sich vor den Peers zu beweisen und zweitens werden Vorträge oft so angelegt, dass es sehr schwierig ist, den Argumentationen zu folgen, wenn mensch die relevante Literatur nicht gelesen hat. Nicht, dass dieser Zugang keine Berechtigung hätte, aber die Diskussionen, die in solch einem Rahmen stattfinden, haben mich noch selten begeistert. Hier liegt meiner Meinung nach die Stärke von Veranstaltungen, die von Wissenschafter_innen und Aktivist_innen aus ganz unterschiedlichen Disziplinen besucht werden: Es werden Fragen gestellt, die sich Expert_innen eines bestimmten Gebiets oft gar nicht mehr stellen. Und auch, wenn dabei (mitunter problematische) Verkürzungen entstehen, habe ich Vorträge von bestimmten Wissenschafter_innen schon als spannender erlebt, wenn sie nicht vor einem einschlägigen Fachpublikum stattgefunden haben.</p>
<p>So habe ich das auch diesmal wieder bei den 20000frauen erlebt. Wenn etwa eine Medientheoretikerin mit einer Gesundheitsbeauftragten diskutiert, wird sofort sichtbar, welche Spannungen und Widersprüche es zwischen feministischer Theorie und institutionalisierter Frauenpolitik gibt. Wobei der Austausch hier natürlich nicht immer produktiv verläuft: Die Fokussierung auf tagespolitische Fragestellungen kann dem Andenken von Utopien durchaus im Weg stehen (Aber: auch gescheiterte Diskussionen empfinde ich als informativ). Wenn dann auch noch im Plenum über &#8220;notwendige&#8221; Aktionen und die Entwicklung &#8220;der Frauenbewegung&#8221; gesprochen wird, zeigen sich ebenso deutlich die Ausschlüsse und Ent_nennungen, die hierbei produziert und immer wieder aufs Neue be_nannt werden müssen.</p>
<p>Am Nachmittag habe ich übrigens den Workshop der Sexualpädagogin Bettina Weidinger besucht. Sie arbeitet hauptsächlich mit Kindern und Jugendlichen und verfolgt dabei das Anliegen, Basiswissen zu Sexualität zu vermitteln, was unter anderem das Enttarnen von Mythen und das Hinterfragen von Normen beinhaltet (wie weit diese Reflexion konkret in der Praxis geht, kann ich nicht beantworten, leider war die Zeit für dieses spannende Thema viel zu kurz). Im Zentrum steht schließlich die (gar nicht so einfache) Frage: Was will ich? (Mehr Infos gibt es auf der <a href="http://www.sexualpaedagogik.at/home/">Website</a> des Instituts für Sexualpädagogik) Dass solche Workshops eigentlich nicht nur für Kinder und Jugendliche interessant wären, sieht auch Weidinger so &#8211; allerdings fehlt es nicht zuletzt an Institutionen, die solche Veranstaltungen für Erwachsene fördern bzw. finanzieren.</p>
<p>&#8220;Wir reden seit 40 Jahren über dieselben Dinge&#8221; &#8211; dieses Resümee wurde wie so oft im feministischen Kontext am Ende der Veranstaltung gezogen. Und ja, es ist tatsächlich äußerst deprimierend, wenn es in Österreich etwa seit Jahrzehnten nicht gelingt, bestimmte Forderungen in Bezug auf Abtreibung politisch durchzusetzen &#8211; aber gerade solche Beispiele zeigen, dass es notwendig ist,  dieselben Themen unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen immer und immer wieder zu diskutieren. Veranstaltungen wie diese sollte es diesbezüglich viel häufiger geben (Ich freue mich schon auf die FrauenSommerUni im Burgenland!).</p>
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		<title>Gender in der Gefahrenevaluierung am Arbeitsplatz</title>
		<link>http://www.denkwerkstattblog.net/2012/07/gender-in-der-gefahrenevalierung-am-arbeitsplatz/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jul 2012 13:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigittethe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Antonia Wenzl hat sich in ihrer Masterarbeit die Frage gestellt, welche geschlechtsspezifischen Auswirkungen eine geschlechtsneutral formulierte Gefahrenevaluierung am Arbeitsplatz mit sich bringen kann. Was ist das Thema deiner Arbeit? In meiner Arbeit geht es um Geschlechtergerechtigkeit im ArbeitnehmerInnenschutz, genaugenommen um Geschlechtergerechtigkeit in der Gefahrenevaluierung am Arbeitsplatz. Der Titel meiner Arbeit lautet: „Genderaspekte in der Gefahrenevaluierung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Antonia Wenzl hat sich in ihrer Masterarbeit die Frage gestellt, welche geschlechtsspezifischen Auswirkungen eine geschlechtsneutral formulierte Gefahrenevaluierung am Arbeitsplatz mit sich bringen kann.</em></p>
<p><strong>Was ist das Thema deiner Arbeit?</strong></p>
<p>In meiner Arbeit geht es um Geschlechtergerechtigkeit im ArbeitnehmerInnenschutz, genaugenommen um Geschlechtergerechtigkeit in der Gefahrenevaluierung am Arbeitsplatz. Der Titel meiner Arbeit lautet: „Genderaspekte in der Gefahrenevaluierung am Arbeitsplatz nach § 4 ASchG“.</p>
<p>Gesetzlich geregelt ist der ArbeitnehmerInnenschutz im „Bundesgesetz über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit“ (ArbeitnehmerInnenschutzgesetz). Die sogenannte Gefahrenevaluierung ist im § 4 ArbeitnehmerInnenschutzgesetz festgelegt. Hier werden Arbeitgeber_innen dazu verpflichtet Gefahren und Belastungen am Arbeitsplatz ihrer Arbeitnehmer_innen zu evaluieren und Maßnahmen zur Gefahrenverhütung festzulegen.</p>
<p>Der Kontext, in dem der ArbeitnehmerInnenschutz geregelt ist und umgesetzt wird, ist der Sozialstaat. Er transformiert moralische Rechte auf adäquate Versorgung mit Ressourcen durch ein System von Steuern und Versicherungen in juristische Ansprüche. Der Zugang zu Ressourcen des ArbeitnehmerInnenschutzes, dazu gehören etwa Präventionsmaßnahmen, adäquate Schutzkleidung, medizinische Versorgung, aber auch die Anerkennung von besonderen Belastungen und Gefahren sowie von Berufskrankheiten und Berufsunfähigkeiten, ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Der Sozialstaat schafft ein System, das garantieren soll, dass alle Menschen, die in abhängigen Erwerbsarbeitsverhältnissen beschäftigt sind (ArbeitnehmerInnen), unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten können. Das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz soll ArbeitnehmerInnen davor schützen, Tätigkeiten verrichten zu müssen, die gesundheitliche Schäden zur Folge haben (könnten) oder Sicherheitsrisiken mit sich bringen (könnten).</p>
<p>Körperliche und/oder psychische Schädigungen, die trotz ArbeitnehmerInnenschutz durch Erwerbsarbeit verursacht werden, sind in diesem System, so lautet die gesetzlich verankerte Vereinbarung, von der Solidargemeinschaft zu tragen. Bringen wir in diese Vorstellung eines gerechten ArbeitnehmerInnenschutzes die Dimension der Geschlechtergerechtigkeit ein, so bedeutet Geschlechtergerechtigkeit im ArbeitnehmerInnenschutz, dass der Zugang zu Ressourcen des ArbeitnehmerInnenschutzes für Männer und Frauen in Erwerbsarbeitsverhältnissen gleich verteilt und damit geschlechtergerecht ist. Für die Praxis des ArbeitnehmerInnenschutzes in den Betrieben ist vor allem die Umsetzung der Gefahrenevaluierung und Festlegung von Maßnahmen relevant.</p>
<p><span id="more-5479"></span></p>
<p>Das ist der Punkt, an dem meine Arbeit ansetzt.</p>
<p>Das aktuell gültige ArbeitnehmerInnenschutzgesetz mitsamt seinen Verordnungen beinhaltet so wenige frauenspezifische Schutzbestimmungen, wie noch nie zuvor in der Geschichte des österreichischen ArbeitnehmerInnenschutzes. Wir verfügen also über ein weitgehend geschlechtsneutral normiertes Gesetz und ich habe mich in meiner Arbeit mit der Frage auseinandergesetzt, inwiefern dieses geschlechtsneutrale Gesetz in seiner Anwendung eine geschlechtergerechte ArbeitnehmerInnenschutzpraxis garantiert, oder zumindest fördert.</p>
<p><strong>Was sind deine zentralen Fragestellungen?</strong></p>
<p>Meine Forschungsfragen lauten:</p>
<p>1. Inwiefern hat die geschlechtsneutral normierte „Gefahrenevaluierung“ und „Festlegung von Maßnahmen“ nach § 4 AschG geschlechtsspezifische Auswirkungen in ihrer Anwendung?<br />
2. Welche Ursachen für mögliche geschlechtsspezifische Auswirkungen gibt es?<br />
3. Welche Maßnahmen können die Umsetzung einer geschlechtssensiblen Gefahrenevaluierung fördern?</p>
<p><strong>Warum hast du dich für dieses Thema entschieden? / Wie bist du darauf gestoßen?</strong></p>
<p>Für das Thema war ein Stipendium vom <a href="http://www.oegb.at/servlet/ContentServer?pagename=S06/Page/Index&amp;n=S06_0.a&amp;cid=1331046631244">Johann Böhm Fonds</a> des österreichischen Gewerkschaftsbundes ausgeschrieben, für das ich mich beworben habe und das ich bekommen habe. Ich habe mich auch schon davor für arbeitsmarktpolitische Themen interessiert. Neu hinzu kam für mich die rechtliche Komponente. Ein Feld, mit dem ich mich davor nur sehr wenig beschäftigt habe.</p>
<p><strong>Warum hast du Gender Studies studiert?</strong></p>
<p>Auf Fragestellungen und Inhalte der Gender Studies bzw. der feministischen Wissenschaft bin ich bereits während meines Studiums der Vergleichenden Literaturwissenschaft gestoßen. Das fand ich so spannend und augenöffnend, dass ich mich immer weiter damit beschäftigen wollte und musste. Als das Masterstudium Gender Studies in Wien startete, konnte ich gar nicht anders als zu inskribieren. Vor allem die Interdisziplinarität der Gender Studies finde ich unheimlich spannend. Das zeigt sich auch an meiner Masterarbeit: für mein Thema sind Aspekte der Rechtswissenschaft, der Soziologie, der Medizin, der Psychologie und der Geschichtswissenschaft relevant, um nur die wichtigsten zu nennen. Mit den Methoden der Gender Studies gelingt es, meiner Ansicht nach, das interdisziplinäre Thema ArbeitnehmerInnenschutzes zu erfassen und neue Zusammenhänge zu erschließen.</p>
<p><strong>Was sind deine Methoden?</strong></p>
<p>Als Untersuchungsmethoden habe ich die rechtshistorische Analyse der Entwicklung des österreichischen ArbeitnehmerInnenschutzes hinsichtlich Geschlechterfragen gewählt, um nachzuzeichnen, wie sich das historisch gemachte Geschlechterverhältnis in diesem Kontext eingeschrieben hat und außerdem habe ich die Rechtspraxis der Gefahrenevaluierung und der Festlegung von Maßnahmen anhand von leitfadengestützen qualitativen ExpertInneninterviews erhoben.</p>
<p><strong>Was sind deine wichtigsten Ergebnisse?</strong></p>
<p>Ich stelle in meiner Arbeit die rechtshistorische Entwicklung des österreichischen ArbeitnehmerInnenschutzes, mit besonderer Berücksichtigung der historischen Entwicklung von spezifischen Schutzbestimmungen für Frauen dar. Dabei spannt die Untersuchung einen Bogen von der erstmaligen Einführung von frauenspezifischen Schutzbestimmungen Ende des 19. Jahrhunderts und den damit verbundenen Motiven und Argumenten, bis hin zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in der verschiedene gesellschaftliche Entwicklungen wiederum zur Zurücknahme bzw. Auflösung frauenspezifischer Schutzbestimmung führten. In diesem Kontext erscheint mir vor allem das Ergebnis zentral, dass frauenspezifische Schutzbestimmungen im ArbeitnehmerInnenschutz häufig zu Zeiten der wirtschaftlichen Repression eingeführt wurden. Vereinfacht gesagt, wenn es von politischem Interesse war, Frauen vom Arbeitsmarkt fernzuhalten, weil Arbeitsplätze ohnehin knapp waren, war der Rückenwind zur Einführung von spezifischen Schutzbestimmungen für Frauen groß und es gelang mehrfach eine parlamentarische Mehrheit dafür zu finden.</p>
<p>Bei frauenspezifischen Schutzbestimmungen wurde und wird auch immer auf das Thema Schwangerschaft verwiesen. Überhaupt scheint Schwangerschaft in der Evaluierung ein sehr präsentes Thema zu sein, vielmehr noch als die frauenspezifischen Schutzbestimmungen. Die Konstruktion der Frauen als „die anderen“ funktioniert im ArbeitnehmerInnenschutz sehr stark über das Thema Schwangerschaft. Die Gleichsetzung aller Frauen mit potentiellen Müttern scheint ein bestehendes Phänomen zu sein, das auch in den Interviews sehr stark thematisiert wurde. Andererseits ist die reproduktive Gesundheit von Männern und Vaterschaft im ArbeitnehmerInnenschutz und in der Gefahrenevaluierung kaum ein Thema, was von den Expert_innen auch kritisiert wurde.</p>
<p>Hinsichtlich der Befürwortung oder Ablehnung von Frauenschutzbestimmungen waren und sind sich aber auch Frauenorganisationen (egal welchen politischen Hintergrunds) nie einig. Das Thema wird, so würde ich sagen, auch heute noch begleitet vom Dilemma der Differenz, diskutiert. Das zeigen auch die Ergebnisse meiner empirischen Untersuchung. Alle von mir befragten Expert_innen sind sich einig, dass in der Gefahrenevaluierung am Arbeitsplatz die Dimension Geschlecht zum Tragen kommt und es eine Rolle spielt, ob die Arbeitsplätze von Männern oder von Frauen evaluiert werden.</p>
<p>Als Beispiel, warum das so ist, möchte ich auf den Kontext des geschlechtsspezifisch segregierten Arbeitsmarktes eingehen, der Unterschiede in der Gefahrenevaluierung mit verursacht oder unterstützt. Die Expert_innen thematisierten diesbezüglich verschiedene Thesen, von denen ich hier ausgewählte erwähnen möchte. So wurde zum Beispiel die These eingebracht, dass in frauendominierten Branchen der Einsatz von technischen Hilfsmitteln zur Verringerung von Gefahren und Belastungen nicht ausreichend ist und dies in der Gefahrenevaluierung zu wenig oder gar nicht berücksichtigt wird. Ein häufig hierfür herangezogenes Beispiel ist die Arbeit einer Regalschlichterin im Supermarkt, oder auch die Tätigkeit einer Kassiererin. Beide bewegen täglich ein erhebliches Gewicht, zumeist ohne Hebehilfen. Ihr körperlicher Kraftaufwand ist dabei unter Umständen genauso hoch oder höher als der eines Bauarbeiters. Das mag auch mit einer weiteren These zusammenhängen, die lautet: frauendominierte Berufsfelder gelten als haushaltsnahe Tätigkeiten und werden deshalb als nicht belastend und nicht gefährlich eingestuft (Beispiel Handel und Gesundheits- und Pflegeberufe). Daraus folgend werden Gefahren und Belastungen in frauendominierten Branchen tendenziell unterbewertet. Hier wird auch der Zusammenhang von ArbeitnehmerInnenschutz und Entlohnung deutlich.</p>
<p>Die beschriebenen Ursachen stellen nur eine Auswahl der vielfältigen Ursachen für geschlechtsspezifische Auswirkungen in der Gefahrenevaluierung am Arbeitsplatz, wie ich sie in meiner Arbeit beschreibe, dar. Die gesamten Ergebnisse können in der Arbeit nachgelesen werden, die auf der Homepage des Vereins <a href="http://www.genderraum.at/cms/index.php?page=texte">genderraum</a> zum Download bereit steht.</p>
<p><strong>Über die Autorin:</strong></p>
<p>Antonia Wenzl ist 1980 in Oberösterreich geboren und lebt seit 1998 in Wien. Sie hat Vergleichende Literaturwissenschaft und danach Gender Studies studiert. Sie arbeitet beim Verein genderraum und bloggt zu Feminismus und Muttersein unter <a href="http://feministmum.wordpress.com/">http://feministmum.wordpress.com</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mein Körper, mein Problem</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jun 2012 12:53:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigittethe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doing Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#8220;Bikini-Saison&#8221; hat &#8211; zumindest medial &#8211; begonnen. Sobald die Temperatur als sommerlich gilt, zeigen sich Frauen* nur noch in Bikini oder Badeanzug in der Öffentlichkeit, könnte mensch angesichts des Umfangs der Berichterstattung meinen. Natürlich &#8211; für die Mode- und Kosmetikindustrie und damit indirekt auch die Medien, die sich über Werbung finanzieren, ist diese wohl [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;Bikini-Saison&#8221; hat &#8211; zumindest medial &#8211; begonnen. Sobald die Temperatur als sommerlich gilt, zeigen sich Frauen* nur noch in Bikini oder Badeanzug in der Öffentlichkeit, könnte mensch angesichts des Umfangs der Berichterstattung meinen. Natürlich &#8211; für die Mode- und Kosmetikindustrie und damit indirekt auch die Medien, die sich über Werbung finanzieren, ist diese wohl überlebenswichtig.</p>
<p>&#8220;Dabei leben wir nicht in Bankok oder auf den Bermudas, sondern in Mitteleuropa. Die überwiegende Mehrheit der Frauen hat überhaupt nicht die Gelegenheit dazu, sich einfach mal eben schnell die Kleider vom Leib zu reißen, in einen Bikini zu schlüpfen und zum Strand runter zu gehen. (..) Insgesamt kann eine Frau, wenn überhaupt, nur äußert wenig Zeit im Bikini zubringen. Wozu also der Aufwand?&#8221;, schreibt <a href="http://www.freitag.de/alltag/1029-die-bikini-ideologie">Laurie Penny</a>.</p>
<p>Die &#8220;Bikini-Figur&#8221; hat sich aber als Bezugspunkt durchgesetzt, sie ist zum &#8220;kulturellen Kürzel für einen moralischen Standard weiblicher Perfektion&#8221; geworden. Dass Bademode einfach <em>praktisch</em> sein könnte oder die Gelegenheit bietet, sich die Sonne auf die (nackte) Haut scheinen zu lassen, ist längst vergessen. Die &#8220;Bikini-Figur&#8221; ist da, um von anderen betrachtet und beurteilt zu werden, mediale Bilder präsentieren uns dabei normierte Körper. Wenn einzelne  Unternehmen dazu übergehen, <em>nicht</em> &#8220;perfekte&#8221; Frauen* zu zeigen, so werden dieses stets in Bezug zur Norm gesetzt &#8211; und das geschieht niemals kommentarlos. Die markierten <em>anderen</em> Körper werden als (trotzdem) &#8220;zeigbar&#8221; präsentiert und abermals in Kategorien eingeteilt.</p>
<p>Verschiebt sich wirklich etwas, wenn Unilever uns im Rahmen der Dove-Kampagne die angebliche Frau von nebenan zeigt, während in den Axe-Werbungen (die Wirtschaft beweist ihre Flexibilität) ein gänzlich anderes Frauenbild zu finden ist? Oder wenn Model-Agenturen gesundheitsgefährdende BMI aus ihren Katalogen verbannen?</p>
<p>&#8220;Der eigene Körper ist für viele Menschen ein Quell des Unbehagens, vor allem in der Bademodenzeit &#8211; Muss das sein?&#8221; wird aktuell auf der<a href="http://derstandard.at/1336698324469/Schlank-mollig-gross-klein-Die-Vermessung-des-Koerpers">standard.at</a> gefragt. Auch wenn die <a href="http://derstandard.at/1336698377690/Was-heisst-schon-ideal-Fuenf-Frauen-fuenf-Bikinis">Foto-Strecke</a>  Körper-Ideale zum Thema macht, so reiht sie sich doch in dieselbe Logik ein: Der Köper von Frauen* ist eine Problemzone. Fünf Frauen wurden befragt, &#8220;wie sie mit den herrschenden Körperbildern umgehen&#8221;. Diese Fragen dürfen sie beantworten, während sie in Bademode abgelichtet werden. &#8220;Wie wichtig ist Ihnen der Blick der anderen?&#8221;, wird da noch nachgehakt.</p>
<p>Und genau das ist das Problem. &#8220;The truth is, the &#8216;bikini body&#8217; craze goes so much deeper than fatism or fatphobia. It is part of our society&#8217;s relentless insistence that a woman&#8217;s body is not her own. It is an object, to be gazed upon, to be commented on, to be pored over with a magnifying glass. It&#8217;s as though we believe that a woman wears a bikini not for herself, because it feels good to have the sun on her skin, but for the public to consume her anatomy&#8221;, ist dazu auf <a href="http://jezebel.com/5805847/there-is-no-such-thing-as-a-bikini-body">jezebel.com</a> zu lesen.</p>
<p>Denise Kotlett liefert übrigens eine sehr gute Antwort auf die Frage: &#8220;Gibt es für Sie einen idealen Körper?&#8221; in der Standard-Serie:  &#8221;Ich finde das eine doofe Frage, ich kann einen Körper nicht von einer Person trennen. Aber natürlich gibt es Personen, die ich begehre.&#8221;</p>
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		<title>Pandrogeny</title>
		<link>http://www.denkwerkstattblog.net/2012/05/pandrogeny/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 15:56:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigittethe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualitäten]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Instead of having children, which is in a way two people combined to become a new person &#8211; what if we made ourselves the new persons instead?&#8221; &#8220;The Ballad of Genesis and Lady Jay&#8221; &#8211; um diesen Film ging es heute unter anderem in einem Vortrag bei der Screen Strike Konferenz. Ohne Erklärungen &#8211; seht [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Instead of having children, which is in a way two people combined to become a new person &#8211; what if we made ourselves the new persons instead?&#8221;<br />
&#8220;The Ballad of Genesis and Lady Jay&#8221; &#8211; um diesen Film ging es heute unter anderem in einem Vortrag bei der <em>Screen Strike</em> Konferenz. Ohne Erklärungen &#8211; seht selbst:</p>
<p>&nbsp;<br />
<iframe src="http://player.vimeo.com/video/17892187" frameborder="0" width="500" height="281"></iframe></p>
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		<title>Verlinkt</title>
		<link>http://www.denkwerkstattblog.net/2012/04/verlinkt-3/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 20:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigittethe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Who&#8217;s your man?&#8221; wird in der April-Ausgabe der an.schläge gefragt. Ich habe diesmal ein Interview mit einem Sozialpsychologen und einen Artikel zur Männlichkeitsforschung beigesteuert. Online findet ihr unter anderem einen Beitrag zur weitgehend unbekannten Krankheit Endometriose. Ashley Judd wurde in der Boulevardpresse für ihr Aussehen kritisiert &#8211; ein Schönheitschirurg kam zu Wort und stellte Spekulationen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Who&#8217;s your man?&#8221; wird in der April-Ausgabe der <a href="http://anschlaege.at/feminismus/">an.schläge</a> gefragt. Ich habe diesmal ein Interview mit einem Sozialpsychologen und einen Artikel zur Männlichkeitsforschung beigesteuert. Online findet ihr unter anderem einen Beitrag zur weitgehend unbekannten Krankheit <a href="http://anschlaege.at/feminismus/2012/04/keine-heulsusen/">Endometriose</a>.</p>
<p>Ashley Judd wurde in der Boulevardpresse für ihr Aussehen kritisiert &#8211; ein Schönheitschirurg kam zu Wort und stellte Spekulationen über ihr &#8220;puffy face&#8221; an. Die amerikanische Schauspielerin (und Gender-Studies-Absolventin) lässt sich das nicht gefallen &#8211; in einem Artikel auf &#8220;<a href="http://www.thedailybeast.com/articles/2012/04/09/ashley-judd-slaps-media-in-the-face-for-speculation-over-her-puffy-appearance.html">The Daily Beast</a>&#8221; schreibt sie über die Sexualisierung von Frauen, Medien und Schönheitsnormen.</p>
<p>Einen sehr guten Text über die Definitionen von Sexismus findet ihr auf <a href="http://diestandard.at/1333528808950/Was-ist-Sexismus-Ueberall-Sexismus-doch-nirgends-SexistInnen">diestandard.at</a>.</p>
<p>&#8220;Einen schönen Einblick in die Konstruktion von Geschlecht liefern die Vorschläge für Fotografien der &#8216;Digital Photograph School&#8217;. Die 42 Beispielposen könnten auch als Illustration für &#8216;Frauen sind Sexobjekte und Männer sind Personen&#8217; dienen&#8221;, ist auf der <a href="http://maedchenmannschaft.net/gender-konstruieren-in-42-posen/">Mädchenmannschaft </a>zu lesen.</p>
<p>Am Donnerstag (19.4.) findet vor dem Flüchtlingshaus in der Nußdorferstraße 23 im 9. Bezirk eine Kundgebung gegen Abschiebungen statt. Den Aufruf von &#8220;Asyl in Not&#8221; könnt ihr <a href="http://www.asyl-in-not.org/php/portal.php">hier</a> lesen.</p>
<p>SOS Mitmensch hat die Petition &#8220;Stopp dem falschen Gerede vom &#8216;Migrationshintergrund&#8217;!&#8221; gestartet. Alles Infos gibt es <a href="http://www.sosmitmensch.at/stories/6058/">hier</a>.</p>
<p>Einen tollen Artikel über Frauen im Schachsport findet ihr auf <a href="http://dastandard.at/1334530824525/Schach-Kleiderkodex-fuer-die-Chess-Bitches">dastandard.at</a>.</p>
<p>Anders Breivik wird derzeit eine mediale Bühne geboten &#8211; in &#8220;Warum wir über Breivik berichten&#8221; verteidigen sich die Journalist_innen der &#8220;Zeit&#8221;. <a href="http://www.emma.de/news-artikel-seiten/breivik-am-ende-geht-es-um-frauen/">Sibylle Hamann</a> hat vergangenen Sommer einen ausgezeichneten Text über den Frauenhass des Attentäters geschrieben, der in der Berichterstattung oft untergeht.</p>
<p>Wer die Sektion 8 näher kennenlernen möchte, kann das am Donnerstag bei einem <a href="http://www.sektionacht.at/">Infoabend</a> tun.</p>
<p>Die Plattform 20000frauen veranstaltet am Freitag im Wiener MQ eine <a href="http://zwanzigtausendfrauen.at/2012/04/strasenaktion-gegen-korruption/">Straßenaktion gegen Korruption</a>.</p>
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		<title>&#8220;Disorders of Sex Development&#8221;</title>
		<link>http://www.denkwerkstattblog.net/2012/04/disorders-of-sex-development/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 10:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigittethe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Doing Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[Heteronormativität ist auch in medizinischen Diskursen von Bedeutung. Bettina Enzenhofer hat sich in ihrer Masterarbeit (Gender Studies) mit dem Chicagoer &#8220;Consensus-Statement&#8221; auseinandergesetzt, das eine medizinische Leitlinie zur &#8220;Behandlung&#8221; von intersexuellen Menschen darstellt (die gesamte Arbeit könnt ihr hier lesen): Was ist das Thema deiner Arbeit? Der Titel meiner Masterarbeit ist „Die Verhandlung von Geschlecht in gegenwärtigen medizinischen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><em>Heteronormativität</em> ist auch in medizinischen Diskursen von Bedeutung. Bettina Enzenhofer hat sich in ihrer Masterarbeit (Gender Studies) mit dem Chicagoer &#8220;Consensus-Statement&#8221; auseinandergesetzt, das eine medizinische Leitlinie zur &#8220;Behandlung&#8221; von intersexuellen Menschen darstellt (die gesamte Arbeit könnt ihr <a href="http://www.oeh.univie.ac.at/fileadmin/FilesQUEERFEM/MA_Enzenhofer.pdf">hier</a> lesen):</p>
<p><strong>Was ist das Thema deiner Arbeit?</strong></p>
<p>Der Titel meiner Masterarbeit ist „Die Verhandlung von Geschlecht in gegenwärtigen medizinischen Veröffentlichungen zu ‚Disorders of Sex Development‘ bei Neugeborenen. Das Chicagoer Consensus-Statement und seine Folgen“ – da steckt eigentlich alles drin.</p>
<p>Das Consensus-Statement von Chicago wurde 2006 veröffentlicht, es ist eine medizinische Leitlinie zur „Behandlung“ von intersexuellen Menschen (d.h. Menschen, denen vor dem Hintergrund eines Zweigeschlechtermodells kein eindeutiges Geschlecht zugewiesen werden kann). Die Leitlinie ist aus vielen Gründen interessant: Bspw. wird in ihr vorgeschlagen, nicht mehr von „Hermaphroditismus“, „Intersexualität“ oder „Geschlechtsumkehr“ zu sprechen, sondern von „Disorders of Sex Development“ („DSD“), d.h. „Störungen der Geschlechtsentwicklung“. Diese werden definiert als „angeborene Erkrankungen, bei denen die Entwicklung des chromosomalen, gonadalen oder anatomischen Geschlechts atypisch ist“.</p>
<p><span id="more-5080"></span></p>
<p>Die Konsequenz ist, dass unter DSD nicht mehr „nur“ Menschen gefasst werden, deren Geschlecht bei der Geburt nicht zuordenbar ist, sondern nun alle „Störungen“ (ich bevorzuge: „Variationen“) der Geschlechtsentwicklung miteingeschlossen werden. Das bedeutet z.B., dass nun auch eine Hypospadie als „DSD“ bezeichnet wird – Mediziner_innen sprechen dann von einer Hypospadie, wenn die Harnröhre nicht an der Penisspitze, sondern unterhalb mündet (im Gegensatz zu früher: da galt eine Hypospadie nicht als Intersex-Phänomen).</p>
<p>DSD werden außerdem in dieser Leitlinie neu klassifiziert (nicht mehr nach der Ausprägung von Hoden/Eierstöcken, sondern nach den sog. Geschlechtschromosomen). Außerdem werden in dieser neuen Leitlinie erstmals seit Money et al. die „Behandlungs“empfehlungen umfassend und neu überarbeitet. Ebenso fällt auf, dass in der Leitlinie die psychosexuelle Entwicklung vergleichsweise differenziert gesehen wird: Gender-Identität, Gender-Rolle und die sexuelle Orientierung werden explizit erklärt. In meiner Arbeit bin ich darauf eingegangen, inwieweit diese Leitlinie im medizinischen, verschriftlichen Diskurs (also in Fachartikeln und Leitlinien) rezipiert wird, bzw. darauf, welches Geschlechtermodell hinter all den Publikationen zu Intersex/DSD steht.</p>
<p><strong>Was sind deine zentralen Fragestellungen?</strong></p>
<p>Meine Forschungsfrage lautet: Inwiefern lässt sich in medizinischen Veröffentlichungen zu „disorders of sex development“ (DSD) durch das Consensus-Statement eine Änderung des Geschlechtermodells beobachten? Zur Beantwortung habe ich mit folgenden Unterfragen gearbeitet: Wie wird in medizinischen Veröffentlichungen zu DSD auf das Consensus-Statement Bezug genommen? Haben sich – und wenn ja, wie? – in medizinischen Veröffentlichungen zu DSD seit der Publikation des Consensus-Statements die Definitionen und Vorstellungen von Geschlecht verändert? Welche Änderung des Geschlechtermodells lässt sich daraus ableiten?</p>
<p><strong>Wie bist du auf das Thema gestoßen? </strong></p>
<p>Ich wusste bis vor einigen Jahren gar nichts über Intersex, erst im Zuge der Gender Studies habe ich erstmals davon gehört. Ich hatte immer eine Leidenschaft für „Körper“-Themen, habe vor vielen Jahren auch drei Semester lang Medizin studiert. Mein persönliches Interesse traf sich dann ganz gut mit der Thematik „Intersex“ – seit ich erstmals davon gelernt hatte, habe ich, soweit das möglich war, auch meine Seminararbeiten dazu geschrieben. Dass meine Masterarbeit also „etwas mit Intersex“ zu tun haben muss, war mir von Anfang an klar. Die Frage war dann: Was will ich konkret untersuchen? In der Recherche stieß ich auf das CS und darauf, dass seit 2006 in den Gender Studies bisher niemand den aktuellen medizinischen Intersex- bzw. DSD-Diskurs umfassend untersucht hatte.</p>
<p><strong>Warum hast du Gender Studies studiert? </strong></p>
<p>Auch das war ein Zufall bzw. hat sich so ergeben. Ich habe im Rahmen meines ersten Studiums – Publizistik – am liebsten Lehrveranstaltungen zu konstruktivistischen Theorien (von denen hatte ich zuvor auch noch nie gehört, sie aber dann lieben gelernt) belegt, und dann auch aus Zufall an der Theaterwissenschaft mal ein Seminar zu Gender-Theorien. Ich erinnere mich an die erste Einheit, in der ich mit den Begriffen Sex und Gender noch gar nichts anfangen konnte. Meine Leidenschaft war dann aber schnell da, und irgendwie erfuhr ich von der geplanten Einführung des Master-Studiums Gender Studies an der Universität Wien. Ich war damals in der Diplomarbeitsphase meines Publizistik Studiums und dachte: Gender Studies interessiert mich, ich studiere das jetzt einfach mal zusätzlich und schau was passiert. Das Studium war dann so großartig und bereichernd (trotz der Schwierigkeiten, die ein neu eingeführtes Studium mit sich bringt) – weil nämlich, anders als ich das vorher gewohnt war, die Lehrenden und Studierenden ein volles Interesse für ihr eigenes Tun hatten – dass dann auch bald klar war, dass ich das abschließen will.</p>
<p><strong>Wie sieht dein methodischer Zugang aus? </strong></p>
<p>Ich habe – neben einem umfassenden theoretischen Zugang – empirisch eine qualitative Inhaltsanalyse von 15 Reviews und 3 Leitlinien gemacht. Diese habe ich nach bestimmten Kategorien ausgewertet:<br />
Rezeption des Consensus-Statements<br />
Definitionen von Geschlecht<br />
Zweigeschlechternorm<br />
Geschlechterungleichheit (hier: Androzentrismus, Bewertung weiblicher Genitalchirurgie)<br />
Heteronormativität</p>
<p><strong>Was sind die wichtigsten Ergebnisse deiner Arbeit? </strong></p>
<p>Es hat sich leider im medizinischen Intersex- bzw. DSD-Diskurs nicht viel geändert. Vor allem die Zweigeschlechternorm, Androzentrismus und Heteronormativität sind als Komponenten des Geschlechtermodells sehr stark vertreten. Eine Änderung habe ich, nichtsdestotrotz, in aktuellen Texten ausmachen können: Meiner Definition nach wird die weibliche Genitalchirurgie heute nicht mehr bagatellisiert. Dies sage ich vor folgendem Hintergrund: In früheren medizinischen Texten zu Intersex gab es oft die Formulierung, die weibliche Genitalchirurgie (das umfasst z.B. die Verkleinerung einer als zu groß erachteten Klitoris oder das Anlegen einer Vagina) wäre „technisch einfacher“ als die männliche – ungeachtet der Komplexität einer solchen Operation und der vielen Risiken, wie z.B. Verlust an sexueller Empfindsamkeit, Vernarbungen etc.</p>
<p>Im Consensus-Statement selbst findet sich auch diese Bagatellisierung, aber „immerhin“ wird hier auf die Risiken eingegangen (wobei man natürlich deshalb nicht applaudieren muss, denn es sollte selbstverständlich sein, auf Risiken hinzuweisen). In den aktuellen Texten findet sich zwar keine grundsätzliche Ablehnung von chirurgischen Eingriffen in den ersten Lebensjahren (wie dies z.B. viele Intersex-Organisationen fordern), doch äußern sich die Autor_innen dazu auch kritisch: Es werden Risiken beschrieben und darauf hingewiesen, dass die Eltern vor einer Operation gut aufgeklärt werden müssen. Ebenso solle diskutiert werden, ob man eine OP bis zur Entscheidungsreife des Kindes aufschieben könne und es wird betont, dass der funktionelle Outcome wichtiger ist als der kosmetische.</p>
<p>Der Term der „technischen Einfachheit“ wird in den von mir ausgewerteten Texten nicht verwendet. Das meine ich damit, wenn ich sage, dass die weibliche Genitalchirurgie heute nicht mehr bagatellisiert wird, und es ist mir – um nicht missverstanden zu werden – sehr wichtig, dies so explizit zu betonen. An dieser Stelle muss aber auch kritisch hinzugefügt werden: Zum einen ist unklar, inwieweit sich medizinische Texte in ihren Empfehlungen bzw. ihrem Wissen in die konkrete medizinische Praxis niederschlagen, zum anderen ist die Idee, eine als zu groß erachtete Klitoris zu verkleinern, immer kosmetisch und kulturell bedingt und steht im Widerspruch zur (mittlerweile) oft besprochenen Gewichtigkeit der sexuellen Zufriedenheit.</p>
<p>Das bisher Gesagte trifft auf zwei Leitlinien nicht zu: Eine englischsprachige Leitlinie ist als einziger Text nicht heteronormativ. Eine deutschsprachige Leitlinie wiederum steht hinter dem aktuellen Forschungsstand auf eine nicht argumentierbare Weise zurück. Die Selbstverständlichkeit, mit der in dieser Leitlinie ein chirurgischer Eingriff thematisiert wird, ist schockierend: Die weibliche Genitalchirurgie wird hier vergleichsweise sehr stark bagatellisiert, es werden weder Risiken erwähnt, noch weit vorsichtigere und einschränkendere Empfehlungen, die bspw. im CS schon Status quo waren. Auch die Möglichkeit, eine OP aufzuschieben, wird nicht thematisiert. Das hat mich sehr erstaunt, und ich kann mir nicht erklären, wie es möglich ist, eine derartige Leitlinie zu veröffentlichen.</p>
<p>Daneben gibt es weitere interessante Details: Beispielsweise sollte man glauben, dass in Texten, in denen es um Intersex/DSD geht, erklärt wird, wovon man eigentlich spricht – also z.B. was als „normal“ oder „vergrößert“ gilt, oder was konkret „Männer“ und „Frauen“ ausmacht. Das ist nicht der Fall. Man liest z.B. Begriffe wie „normal females“ – ohne weitere Erläuterung. Der Begriff „Gender“ wird – wenn überhaupt – auch definitionslos verwendet (d.h., obwohl die Autor_innen die diesbzgl. Erläuterungen des CS kennen, gehen sie nicht darauf ein). In einem Text fand ich z.B. auch die Formulierung „behavioural sex“ – eine „interessante“ Wortschöpfung.</p>
<p>Interessant ist auch: Manchmal wird auf die Entwicklung des biologischen Geschlechts eingegangen oder es werden zumindest einzelne Komponenten von Sex erwähnt. Mir ist dabei aufgefallen, dass die männlichen Geschlechtsorgane vergleichsweise differenziert aufgelistet werden (inkl. Prostata, Samenblase, Samenleiter, Eichel etc.), bei den weiblichen aber nie die Klitoris oder die inneren Schamlippen erwähnt werden. In Einzelfällen bin ich auch auf veraltete Theorien gestoßen (in aktuellen Texten!), bspw. die Theorie, dass sich ein weiblicher Embryo „standardmäßig“ (d.h. ohne weitere Faktoren) entwickeln würde, wohingegen für die männliche Entwicklung bestimmte Faktoren notwendig seien. Das wurde schon längst widerlegt!</p>
<p>Ich konnte außerdem auch div. medizininterne Diskussionen herausarbeiten, d.h. Mediziner_innen sind sich gar nicht so einig – was in der konkreten „Behandlung“ von intersexuellen Neugeborenen ein relevantes Detail ist. V.a. hat mich dabei erstaunt, dass die Einschätzungen zum Tumorrisiko (→ manche Keimdrüsen können entarten und werden mit dieser Begründung operativ entfernt) zwischen den Autor_innen unterschiedlich ausfallen.</p>
<p><strong>Über die Autorin:</strong><br />
1981 in OÖ geboren, seit 1999 in Wien. Arbeitet seit einigen Jahren als Puppenspielerin im Figurentheater Lilarum sowie als an.schläge-Redakteurin, hat Publizistik- und Kommunikationswissenschaft und danach Gender Studies studiert.<br />
Ihre Leidenschaft gilt (Frauen-)Gesundheitsthemen.</p>
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		<title>Alles neu</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 14:12:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigittethe</dc:creator>
				<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, hat die Denkwerkstatt ein neues Design bekommen. Das Motto: Keep It Simple! Wenn es dazu Anmerkungen gibt oder ihr bemerkt habt, dass mit eurem Browser etwas nicht so angezeigt wird, wie das eigentlich der Fall sein sollte, dann postet das bitte hier. Die neue Adresse lautet übrigens: www.denkwerkstattblog.net &#8211; [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie euch vielleicht schon aufgefallen ist, hat die Denkwerkstatt ein neues Design bekommen. Das Motto: Keep It Simple! Wenn es dazu Anmerkungen gibt oder ihr bemerkt habt, dass mit eurem Browser etwas nicht so angezeigt wird, wie das eigentlich der Fall sein sollte, dann postet das bitte hier. Die neue Adresse lautet übrigens: www.denkwerkstattblog.net &#8211; bitte um Aktualisierung!</p>
<p>Und: Die Denkwerkstatt wurde von der Mädchenmannschaft nominiert: Bis Ende Jänner kämpfe ich mit anderen tollen Bloggerinnen um den Titel &#8220;Bloggerin des Jahres&#8221; (bzw. &#8220;Bloggermädchen&#8221;). Die Konkurrenz ist beachtlich &#8212; wenn ihr dennoch für uns stimmen wollt, könnt ihr das <a href="http://maedchenmannschaft.net/jetzt-abstimmen-fuer-die-bloggerin-des-jahres-2011/">hier</a> tun (links oben auf der Seite).</p>
<p>Apropos Blog: Auf den feministischen Blogs hat sich wieder einiges getan. Dringend ans Herz legen möchte ich euch den Beitrag von Paula: &#8220;<a href="http://puzzlestuecke.wordpress.com/2012/01/11/nein-heist-nein-oder-friend-zone-my-ass/">Nein heißt NEIN! &#8211; oder &#8216;Friend-Zone&#8217; my Ass</a>&#8220;, der sich mit dem &#8220;netten guten Freund&#8221; auseinandersetzt. Auch Nadine von der Mädchenmannschaft hat einen Beitrag zu den &#8220;<a href="http://maedchenmannschaft.net/nice-guy-oder-wie-das-patriarchat-unsere-beziehungs-und-begehrensformen-einschraenkt/">Nice Guys</a>&#8221; veröffentlicht.</p>
<p>Feminist Mum berichtet über ihr <a href="http://feministmum.wordpress.com/2011/12/21/das-leben-im-3-stunden-rhythmus-stilldilemma-nr-1/#comments">Still-Dilemma</a>, Ulli macht sich Gedanken über die<br />
&#8220;<a href="http://ullikoch.wordpress.com/2011/11/18/bezeichnung-madche/">(Selbst-)Bezeichnung Mädchen</a>&#8221; und auf der Missy Magazine Website könnt ihr den Gastblog der &#8220;<a href="http://missy-magazine.de/category/gastblog-arge-dicke-weiber/">ARGE Dicke Weiber</a>&#8221; nachlesen.</p>
<p>Zum Abschluss zwei Texte für alle Binnen-I Kritiker_innen: <a href="http://diestandard.at/1325485955099/Frauen-werden-mitgemeint-Sie-haben-doch-unrecht-Mann-meint-nicht-alle">Diestandard.at</a> berichtet über die Blogbeiträge des Sprachwissenschafters Anatol Stefanowitsch, der das generische Maskulinum genauer betrachtet hat und zum Schluss kommt: &#8220;<a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachstruktur/2011-11-30/sprache-diskriminiert">Sprache diskriminiert</a>&#8221; und &#8220;<a href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sprachlog/sprachstruktur/2011-12-14/frauen-natuerlich-ausgenommen">Frauen natürlich ausgenommen</a>&#8220;.</p>
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		<title>Alles Porno</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 18:20:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigittethe</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Männlichkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualitäten]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Porno]]></category>
		<category><![CDATA[Pornografisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf der Mädchenmannschaft wurde heute ein Link zu einer Umfrage über Pornografie-Konsum gepostet. Ein Thema, das auch mich gerade sehr beschäftigt. Eigentlich bin ich (noch) gar nicht dazu in der Lage, meine Befürchtungen und Kritikpunkte strukturiert zu artikulieren, es sind vielmehr unzählige Fragen, die sich mir stellen. Pornografie, Pornografisierung und Sexualisierung sind zwar Schlagworte, die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Mädchenmannschaft wurde heute ein Link zu einer Umfrage über Pornografie-Konsum gepostet. Ein Thema, das auch mich gerade sehr beschäftigt. Eigentlich bin ich (noch) gar nicht dazu in der Lage, meine Befürchtungen und Kritikpunkte strukturiert zu artikulieren, es sind vielmehr unzählige Fragen, die sich mir stellen. Pornografie, Pornografisierung und Sexualisierung sind zwar Schlagworte, die seit ungefähr zehn Jahren immer wieder in der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion auftauchen, aber meist wird da recht oberflächlich diskutiert. Gerade von feministischen Wissenschafter_innen werden diese Themen meiner Ansicht nach vernachlässigt &#8211; obwohl sie uns doch alle betreffen. Ja, wir sollten etwas dazu zu sagen haben.</p>
<p>Aber einerseits sind da der 80er Jahre Feminismus und die psychologische Medienwirkungforschung, mit der wir uns nicht identifizieren möchten und die auch zu Recht kritisiert werden. Pornografie <em>per se</em> als Frauenunterdrückung zu definieren, wie das etwa Dworkin und Mac Kinnon getan haben, kann nicht die Antwort auf dieses komplexe kulturelle Phänomen sein. Und im Rahmen von Medienwirkungsstudien werden oft die falschen Fragen gestellt. &#8220;Werden Pornografiekonsumenten zu Vergewaltigern?&#8221; &#8211; diese Frage beinhaltet bereits äußerst problematische Vorannahmen, sodass sie wohl kaum dazu geeignet ist, brauchbare bzw. differenzierte Forschungsergebnisse hervorzubringen.</p>
<p>Auf der anderen Seite kann ich auch mit vielen kulturwissenschaftlichen Zugängen nicht viel anfangen. Wenn da etwa der aktive Umgang von (aktiven!) Rezipientinnen mit pornografisierter Kultur untersucht und herausgefunden wird, dass junge Mädchen ihre eigenen Wege entwickelt haben, damit umzugehen und nicht als &#8220;Opfer&#8221; definiert werden können, dann frage ich mich: Und was nun? Was tun mit diesen Erkenntnissen? Ist hier Systemkritik zu finden?</p>
<p>Irgendwie muss es auch ein Dazwischen geben &#8211; zwischen totaler Ablehung und &#8220;anything goes&#8221;. Mir selbst bereiten verschiedene Entwicklungen Unbehagen. Zum Beispiel der Porno Chic in der Popkultur. Diese Pimp-Kultur, die sich in Musikvideos, Perfomances, Bühenshows, Filmen und Werbung durchgesetzt hat, vermittelt ein Bild, das (sprachlose) Frauen im Bikini oder knappen Outfit fast schon als unerschöpfliche Ressource darstellt. Egal, was da über den Bildschirm flimmert, wer etwas auf sich hält, wird von einem Tross von fünf bis zehn weiblichen Models begleitet. Wachsen diese Frauen eigentlich auf den Bäumen? Wer sind diese Frauen? Wissen wir irgendetwas über die Frauen, die sich in den Musikvideos des Porno-Regisseurs Snoop Dogg räkeln?</p>
<p>Sie waren wohl schon immer da. Normal. Mainstream. Deshalb finden es junge Frauen und Männer wahrscheinlich auch nicht mehr ungewöhnlich und erfreuen sich an den pornografisierten Videos von Britney Spears und Co. &#8220;Die Frauen machen es doch freiwillig&#8221; ist ein Argument, das mir häufig begegnet. Für mich ein Null- Argument. Abgesehen davon, dass ich trotzdem nicht jeden Tag von (heterosexistischer) Pornografie umgeben sein möchte, gibt es sehr viel, das von Menschen freiwillig gemacht wird und nicht alles, was Frauen machen, ist toll. Oder wollen wir etwa, dass Eva Herman und Barbara Rosenkranz politisch einflussreich agieren können?</p>
<p>Ich möchte auf keinen Fall den Begriff des &#8220;falschen Bewusstseins&#8221; bemühen, aber da gibt es doch zum Beispiel die Theorien von Pierre Bourdieu, die sich damit auseinandersetzen, wie Menschen soziales Kapital erwerben und sich um Aufstieg und Ansehen in einem System bemühen und dazu die Mittel nützen, die in diesem System zu Belohnung führen. Aber vielleicht mögen wir auch in einem System der unzähligen &#8220;Post-&#8230;&#8221;-Phänomene explizite Kritik nicht so gerne. Und wir sind gerne zynisch und decodieren kulturelle Codes auf ironische Weise. Pornographie kann ganz schön cool sein.</p>
<p><a href="http://www.denkwerkstattblog.net/wp-content/uploads/2011/11/clinique.jpg"><img class="alignnone  wp-image-3897" title="clinique Werbung " src="http://www.denkwerkstattblog.net/wp-content/uploads/2011/11/clinique.jpg" alt="" width="500" height="330" /></a><br />
<em>Clinique Werbung. Oh, right, I get it.</em></p>
<p>In Österreich ist etwa Renee Pornero eine Zeit lang von den Medien recht hofiert worden. Über die ehemalige Pornodarstellerin und Pornoproduzentin kann und möchte ich nichts sagen, aber den Umgang mit ihr finde ich doch ziemlich symptomatisch. Pornero bloggt (als eine der wenigen Frauen) auf dem beliebten österreichischen Blog &#8220;<a href="http://www.zib21.com/">ZiB21</a>&#8221; und wird dort folgendermaßen vorgestellt: &#8220;Als &#8216;Ösimösi&#8217; anfangs nur der deutschen Szene ein Begriff, eroberte sie vor wenigen Jahren auch den für Porno relevanten Stadtteil von Los Angeles, was in Filmen wie &#8216;Throat Gaggers&#8217; (Rachenputzer) bis heute eindrucksvoll dokumentiert wird. Ihr Markenzeichen war von Anfang an ihre bemerkenswerte Kehrseite und ihre Haltung war stets von den zwei Worten &#8216;No Limits&#8217; geprägt.&#8221;</p>
<p>Nun, ich habe diesen Pornotitel in eine Suchmaschine eingegeben und bin auf ein Video gestoßen, in dem zwei Frauen würgen, um Luft ringen, weinen und spucken. Währenddessen werden sie von zwei Darstellern beschimpft, deren Gesichter (wie so oft in &#8220;Gonzo&#8221;-Pornos) nicht zu sehen sind. Was dort also &#8220;eindrucksvoll dokumentiert&#8221; wird, erzeugt bei mir eher Übelkeit. Wenn ich deshalb &#8220;sexualitätsfeindlich&#8221; sein soll, dann läuft mit den Begrifflichkeiten meiner Meinung nach etwas falsch. Auch viele andere Dinge in Mainstream-Pornos gefallen mir nicht. Zum Beispiel die Darstellung von lesbischem Sex. Wobei hier &#8220;lesbisch&#8221; wohl das falsche Adjektiv ist, denn Sex zwischen Frauen gehört in den meisten Mainstream-Pornos zum Standard-Repertoire und dient eher zur Belustigung der Pornodarsteller, die den Frauen dann geben, was sie &#8220;wirklich&#8221; brauchen.</p>
<p>Und um doch noch einmal auf mögliche Medienwirkungen zurückzukommen &#8211; mir sind schon viele Männer begegnet, die beim Wort &#8220;Lesbe&#8221; an zwei nackte Models mit künstlichen Fingernägeln denken. Was Pornofilme Männern erzählen, an die sich zu 99 Prozent richten, ist ebenfalls ein eigenes Kapitel. Sie scheinen ausschließlich aus einem dauerharten Penis zu bestehen, der von (mehreren) Frauen bearbeitet wird, andere Bedürfnisse scheinen erst gar nicht zu existieren.</p>
<p>Und wenn ein Großteil der Pornofilme nach diesem Rezept produziert werden, dann ist es auch ziemlich egal, dass es &#8220;so ziemlich alles&#8221; auf dem Markt gibt. Die Tatsache, dass es anspruchsvolle Kunstfilme gibt, hat die Qualität von Action-Streifen auch nicht verbessert. Ganz im Gegenteil, die Konsument_innen sind zunehmend abgestumpft, neue Reize müssen her.</p>
<p>Und worauf wollte ich jetzt eigentlich hinaus? Ich denke, dass wir neue (theoretische) Zugänge zu diesem Themenkomplex brauchen,  gezielte Aufmerksamkeit, neue Begrifflichkeiten, eine andere Sprache. Und eine breite öffentliche Debatte, die über Kinderschutz, Sexualitätsfeindlichkeit und Pornosucht hinausgeht. Denn irgendwie habe ich das Gefühl, dass da gerade etwas an uns vorbeizieht. Was meint ihr dazu? Ich werde erst mal weiter nachdenken&#8230;</p>
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		<title>Slutwalk Wien</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 18:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>brigittethe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Sexismus]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Slutwalk]]></category>
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		<description><![CDATA[Samstag, 22. Oktober 2011, Beginn/Sammeln: 16.00 Uhr beim Museumsquartier Aufruf: Am Abend Party im Marea Alta (www.facebook.com/mareaaltawien)! Helfer_innen gesucht (Flyer verteilen, Vorebreitung etc), bei Interesse bitte Mail an slutwalkvienna@riseup.net! Danke! All genders welcome. No dresscode &#8211; wear what ever you want to! 24. Jänner 2011, Toronto. Ein kanadischer Polizeibeamter rät Frauen, sich „nicht wie Schlampen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Samstag, 22. Oktober 2011</strong>, Beginn/Sammeln:<strong> 16.00 Uhr</strong> beim Museumsquartier</p>
<p><a href="http://www.denkwerkstattblog.net/wp-content/uploads/2011/10/banner.jpg"><img class="alignnone  wp-image-3777" title="banner" src="http://www.denkwerkstattblog.net/wp-content/uploads/2011/10/banner.jpg" alt="" width="600" height="127" /></a><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Auf</strong><strong>ruf:</strong></p>
<p><em>Am Abend Party im Marea Alta (www.facebook.com/mareaaltawien)!</em><br />
<em> Helfer_innen gesucht (Flyer verteilen, Vorebreitung etc), bei Interesse bitte Mail an slutwalkvienna@riseup.net! Danke! All genders welcome. No dresscode &#8211; wear what ever you want to!</em></p>
<p>24. Jänner 2011, Toronto. Ein kanadischer Polizeibeamter rät Frauen, sich „nicht wie Schlampen anzuziehen um nicht Opfer&#8221; sexueller Gewalt zu werden. Als Reaktion auf diese schockierende Aussage organisierte eine Gruppe von Aktivist_innen den ersten Slutwalk.</p>
<p>Opfer zu kriminalisieren ist ein Unterdrückungsmechanismus, der schlichtweg falsch und zu verurteilen ist. Das Opfer eines Sexualdeliktes trägt niemals Schuld an dem ihm_ihr zugefügten Verbrechen. Die negative Konnotation des Begriffes „Schlampe“ reicht lange in die Geschichte zurück. Fast ausschließlich Frauen müssen sich auf diese Art beschimpfen lassen, ohne dass je hinterfragt wird, warum es schlecht sein sollte, seine Sexualität selbstbestimmt auszuleben.</p>
<p>Wir haben es satt, in Schubladen gesteckt zu werden.</p>
<p>Wir haben es satt, wegen unserer Sexualität oder unseres Aussehens diskriminiert zu werden.</p>
<p>Wir haben es satt, von der Öffentlichkeit und dem Staat unterdrückt zu werden.</p>
<p>Wir werden nicht mehr länger schweigen!</p>
<p>Es ist egal, was wir tragen, es ist egal, was unsere sexuelle Identität ist, es ist egal, in welcher Beziehung wir zu dem_der Täter_in stehen &#8211; wer ein Nein nicht akzeptiert, ist ein Vergewaltiger*. Wir werden gemeinsam eine Welt erkämpfen, die uns nicht in Rollenbilder oder Geschlechter zwingt und gegen jegliche Art der Diskriminierung auftreten.</p>
<p>Für eine selbstbestimmte, feministische und anti-sexistische Gesellschaft nehmen wir uns den Platz, um das Wort „Schlampe“ zurückzuerobern.</p>
<p>Sei dabei!</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/SlutWalkVienna">http://www.facebook.com/SlutWalkVienna</a></p>
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