Männer in Karenz

Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek hat aktuell eine Kampagne gestartet, um mehr österreiche Väter dazu zu animieren, in Karenz zu gehen. Derzeit sind es verschwindend geringe 4,5 Prozent der Väter, in zehn Jahren sollen es 20 Prozent sein. 15 Jahre nach Helga Konrads “Ganze Männer machen Halbe-Halbe” heißt es nun also: “Echte Männer gehen in Karenz“. Hier der dazugehörige Spot:

Und, spricht euch das an?


Kommentare

Monika sagt:

Ich hatte mir den Spot schlimmer vorgestellt. Man denke an die Werbung “Frauen zum Bundesheer”. Nach den ersten Sekunden dachte ich, oh Gott, es wird wieder so peinlich. Aber dann fand ich ihn weniger schlimm als den Bundesheer-Spot. Das heißt nicht, dass er gut ist. Er ist natürlich wieder wahnsinnig klischeehaft. Wie viele Männer sind tätowierte Harley-Fahrer? Und die meisten Männer identifizieren sich mit solchen Rollenbildern? Das ist männlich? Aber anscheinend geht es nicht anders?!

[…] Österreich wirbt eine Kampagne der Frauenministerin für Vätermonate, dort Karenz genannt. Spricht dieser Werbespot tatsächlich jemanden an, fragt die […]

BastI sagt:

Wer überlässt schon ein Kind einem Hells Angels Rocker …*G*

Isabella sagt:

Ja, find ich super und cool 😉

brigittethe sagt:

Ich finde ihn eigentlich gut gemacht. Aber ich bin sehr skeptisch wegen den “echten” Männern.

Alfred sagt:

“Echte Männer gehen in Karenz”

Ja warum nicht? Viele Männer wollen das auch. Scheitern tut es aber ganz leicht an den Rahmenbedingungen, über welche vor gar nicht all zu langer Zeit diskutiert wurde und es war gerade die Frauenministerin, welche sich weigerte die notwendige Gleichstellung von Müttern und Vätern im Familienrecht zu schaffen (Stichwort: Gemeinsame Obsorge).
Ledige und geschiedene Väter dürfen nur in Karenz gehen, wenn sie quasi die Erlaubnis von der Mutter bekommen und können sich diese einzigartige Zeit mit den Kinder nicht aus eigenem Antrieb gönnen. Männer, die beispielsweise schon Kinder aus einer früheren Beziehung haben, können es sich finanziell gar nicht leisten in Karenz zu gehen, da die laufenden Alimente nicht an das geringere Karenzgeld angepasst werden (bei Frauen geht das schon). Es ist schon provokant von der Ministerin, sich gegen eine moderne Familienpolitik zu stellen und zeitgleich diese sicherlich sauteure Werbekampagne zu starten.


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